Zahlen schockieren: Was VW und Mercedes jetzt beunruhigen muss

Die deutschen Automobilhersteller Volkswagen und Mercedes-Benz sehen sich derzeit mit Herausforderungen konfrontiert. Schwache Quartalszahlen haben sowohl den Umsatz als auch den Gewinn einbrechen lassen. Ursachen wie Lieferkettenprobleme und Modellwechsel haben zur aktuellen Lage beigetragen.

Trotz der Rückschläge zeigt sich das Management beider Unternehmen vorsichtig optimistisch. Es werden bereits Maßnahmen ergriffen, um die aktuelle Schwächephase zu überwinden und den Weg in eine stabilere Zukunft zu ebnen. Diese Ansätze sind vielversprechend und könnten die Grundlage für eine Erholung in den kommenden Monaten bilden.

Schwache Nachfrage aus China und Lieferengpässe bei Audi

VW verzeichnete ein operatives Minus von 20 Prozent, was 4,59 Milliarden Euro entspricht. Der Gewinn nach Steuern fiel um 3,71 Milliarden Euro, ein Rückgang von 22 Prozent. Gründe hierfür sind eine geringere Nachfrage aus China und steigende Kosten durch neue Modelle. Die Umsätze sanken im ersten Quartal um ein Prozent auf 75,5 Milliarden Euro.

Ein großes Problem betrifft Audi, eine Tochtergesellschaft von VW. Hier kam es zeitweise zu Engpässen bei V6- und V8-Motoren.

Auch die Porsche AG, Teil des VW-Konzerns, kämpfte mit Hindernissen. Vorlaufkosten neuer Modelle und sinkende Verkaufszahlen trugen zu einem Gewinnrückgang von fast einem Drittel bei. Die Rendite fiel um vier Prozent.

Positive Entwicklungen gibt es hingegen bei Volumen-Fahrzeugen wie VW, Skoda, Seat, Cupra und der Nutzfahrzeugsparte. Hier konnte eine Rendite-Steigerung von 6,4 Prozent verzeichnet werden.

VW-Chef Oliver Blume hat ein strenges Sparprogramm eingeführt, das 2024 vier Milliarden Euro einsparen soll, um die jährliche Prognose einer operativen Rendite von 7 bis 7,5 Prozent zu erreichen.

Absatzprobleme bei teuren Mercedes-Modellen

Mercedes-Benz verzeichnete im ersten Quartal des Jahres 2024 einen Rückgang beim Umsatz und Gewinn. Der Gewinn sank um rund 3,03 Milliarden Euro, was etwa 25 Prozent entspricht, während der Umsatz um 4,4 Prozent auf 35,9 Milliarden Euro zurückging. Besonders betroffen ist die Pkw-Sparte des Konzerns.

Gründe für die Absatzprobleme:

  • Lieferkettenprobleme: Lieferschwierigkeiten wurden für die Modelle GLC und E-Klasse gemeldet.
  • Modellwechsel: Die Umstellung bei neuen Modellen beeinträchtigte den Verkauf.
  • Rückgang bei teuren Modellen: Es wurden im ersten Quartal weniger hochpreisige Fahrzeuge verkauft.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Konzern optimistisch. Mercedes rechnet mit einer baldigen Verbesserung der Lieferketten und bekräftigt seine Jahresprognose. Während das operative Ergebnis leicht sinken soll, erwartet das Unternehmen, dass der Umsatz das Niveau des Vorjahres halten wird.

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