Warum die Beliebtheit von E-Autos auch gebraucht immer weiter sinkt

Der deutsche Automarkt befindet sich in einer spannenden Phase: Während Benzin- und Dieselfahrzeuge immer noch auf reges Interesse stoßen, verlieren Elektroautos auf dem Gebrauchtmarkt an Beliebtheit. Dies wird durch eine aktuelle Untersuchung des ADAC bestätigt, die zeigt, dass die Ankaufsangebote für gebrauchte E-Autos häufig unter den Schätzungen unabhängiger Gutachter liegen.

Besonders der VW ID3 aus dem Jahr 2020 stellt ein Beispiel für diesen Trend dar, da dieser schwer Abnehmer findet. Die ermittelten Marktpreise für dieses Modell bewegen sich im Bereich von 15.000 bis 17.610 Euro, während Gutachter den Wert auf etwa 18.183 Euro schätzen. Im Gegensatz dazu erreichen die Preise für gebrauchte Benziner und Diesel oftmals die von Gutachtern angesetzten Werte oder überschreiten sie sogar.

Ankaufportale zurückhaltend bei E-Autos – unabhängige Bewertung empfohlen

Bei vielen Ankaufportalen zeigt sich eine deutliche Zurückhaltung, wenn es um den Ankauf von Elektrofahrzeugen geht. Während Plattformen wie HUK Autowelt und AutoScout24 zwar Angebote abgeben, liegen diese oft unter den Empfehlungen der Gutachter. Portale wie mobile.de und Autohaus Tabor hingegen lehnen den Ankauf von Elektrofahrzeugen gänzlich ab.

Im Vergleich dazu erhalten konventionelle Fahrzeuge, wie ein Seat Leon Benziner aus dem Jahr 2015, durchaus marktkonforme Angebote zwischen 6.500 und 9.282 Euro, obwohl der Gutachter den Wert auf 6.467 Euro geschätzt hat. Ein VW Caddy Diesel aus 2015 bekam beispielsweise auf mobile.de ein Angebot von 8.000 Euro, nahe am Gutachterwert von 8.383 Euro.

Besitzer gebrauchter Fahrzeuge sollten deshalb unbedingt ein unabhängiges Gutachten einholen und mehrere Angebote vergleichen. Diese Maßnahmen sind besonders bei Elektrofahrzeugen wichtig, um den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen.

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