Studie enthüllt, wie viel mehr Benzin Verbrenner-Autos tatsächlich verbrauchen

Elektrofahrzeuge zeigen eine größere Diskrepanz zwischen dem Stromverbrauch, der von den Herstellern angegeben wird, und dem tatsächlichen Verbrauch, besonders auf Autobahnen und während der Wintermonate. Diese Abweichung ist bei Verbrennungsfahrzeugen oftmals noch ausgeprägter, mit einer signifikanten Differenz zwischen den angekündigten Verbrauchswerten und dem tatsächlichen Verbrauch im Alltagsbetrieb.

Besonders auffällig ist diese Diskrepanz bei Plug-in-Hybridfahrzeugen. Im Jahr 2022 war der durchschnittliche tatsächliche Benzinverbrauch dieser Autos fast sechsmal höher als die von den Herstellern versprochenen Werte, welche oft weniger als einen Liter auf hundert Kilometer betragen sollen. Die realitätsnahen Zahlen bestätigen, dass diese Werte nur unter idealen Bedingungen erreichbar sind, etwa wenn die Batterien häufig aufgeladen und die Fahrzeuge selten auf längeren Strecken im Verbrennermodus genutzt werden.

Verbrauchs- und Emissionsunterschiede bei konventionellen Fahrzeugen

Beobachtungen zeigen, dass der tatsächliche Kraftstoffverbrauch konventioneller Benzin- und Dieselfahrzeuge die Herstellerangaben signifikant übersteigt. Bei Benzinern liegt der Durchschnittsverbrauch bei etwa 7,9 Litern pro 100 Kilometer, eine Diskrepanz von nahezu 24 % gegenüber den versprochenen Werten. Dieselbetriebene Fahrzeuge zeigen eine ähnliche Tendenz mit einem Durchschnittsverbrauch von etwa 6,9 Litern, was rund 18 % über den Herstellerauszeichnungen liegt.

Betrachtet man die CO2-Emissionen, verursachen Plug-in-Hybride im Alltagsbetrieb rund 140 Gramm CO2 pro Kilometer, weit entfernt von den proklamierten 40 Gramm. Traditionelle Verbrennungsmotoren stoßen real circa 180 Gramm CO2 pro Kilometer aus – deutlich mehr als die angestrebten 150 Gramm.

Interessanterweise zeigen sich markenspezifische Unterschiede bei diesen Abweichungen. Analysen weisen darauf hin, dass insbesondere Fahrzeuge der Hersteller BMW, Mercedes-AMG, Renault und Dacia eine große Kluft zwischen versprochenen und realen Werten aufweisen. Im Vergleich dazu liegen Toyota und Volkswagen, obgleich auch mit Abweichungen im zweistelligen Prozentbereich, doch näher an den Herstellerangaben.

Diese Fakten könnten auf europäischer Ebene zu verstärkten Diskussionen über die Angemessenheit der gegenwärtigen WLTP-Erhebungsverfahren führen, insbesondere bei Plug-in-Hybriden. Obwohl Autohersteller die strengen Durchschnittswerte für CO2-Emissionen auf dem Papier häufig einhalten, zeigt sich in der Praxis oft ein anderes Bild. Das Hybridsystem, das einen Verbrennungsmotor mit einer externen Lademöglichkeit für eine kleinere Batterie kombiniert, scheint vorrangig dazu genutzt zu werden, die Emissionsbilanzen günstig zu gestalten.

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