Nach zwei tödlichen Unfällen: US-Behörde prüft Sicherheit des Ford Hands-Free Systems

In den USA haben jüngste Vorfälle mit Ford Mustang Mach-E SUVs, bei denen die Fahrzeuge aufgrund des vermutlichen Einsatzes der BlueCruise-Technologie in schwere Unfälle verwickelt waren, zu behördlichen Ermittlungen geführt. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) der Vereinigten Staaten erforscht derzeit, inwiefern die Technologie für die Unfälle verantwortlich sein könnte und ob sie für die Nutzer ein inakzeptables Risiko darstellt. Es besteht die Sorge, dass rund 130.000 zwischen 2021 und 2024 produzierte Fahrzeuge davon betroffen sein könnten. Ford hat Kooperationsbereitschaft bei der Untersuchung signalisiert.

Bei den Unfällen, die beide zu Beginn dieses Jahres stattfanden, wurde in einem Fall das Heck eines stehenden Wagens auf der Autobahn in Texas von einem Mach-E erfasst, wobei BlueCruise aktiv war und eine tödliche Verletzung zur Folge hatte. Der zweite Vorfall ereignete sich in Philadelphia, auch unter aktiver Nutzung von BlueCruise, und führte zu einem Zusammenprall kurz vor der Aktivierung der Technologie. Beide Unfälle geschahen bei Dunkelheit.

BlueCruise ist eine innovative Technologie zur Unterstützung des Fahrers, die es ermöglicht, Fahrzeuge auf den meisten Autobahnen in den USA und Kanada ohne dauerhafte manuelle Eingriffe zu steuern, vorausgesetzt, das System erkennt die Aufmerksamkeit des Fahrers mittels einer Kameraüberwachung. Seit ihrer Einführung im Jahr 2021 ist BlueCruise in einer Vielzahl von Ford- und Lincoln-Modellen verfügbar und ist Teil des Co-Pilot360 Active 2.0 Pakets, das mehrere Fahrassistenzsysteme umfasst.

Diese Vorfälle rücken erneut die Sicherheitsherausforderungen von Fahrerassistenzsystemen ins Licht der Öffentlichkeit. Zuletzt führte die NHTSA auch eine Untersuchung von Teslas Autopilot durch, nachdem mehrere Unfälle, einige davon mit Todesopfern, berichtet wurden. In Frage stand, ob Teslas Maßnahmen ausreichten, um die Aufmerksamkeit der Fahrer sicherzustellen. Nach der Aktualisierung des Autopiloten im Dezember 2023 prüft die Behörde, ob das System nun die Fahreraufmerksamkeit besser gewährleistet. Tesla meldete zudem 20 Unfälle seit der Einführung des neuen Systems, wobei es zu mindestens 13 tödlichen Zwischenfällen kam, die ein vorhersehbares Fehlverhalten der Fahrer aufzeigten.

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