Neue Analyse: Aus diesem Grund gibt es bald ein Rekordjahr für Elektroautos in Europa

Im vergangenen Jahr verzeichnete der Markt für batteriebetriebene Fahrzeuge in Westeuropa fast zwei Millionen Neuzulassungen. Aktuelle Vorhersagen deuten darauf hin, dass diese Zahl im Jahr 2024 leicht übertroffen wird, indem eine Zunahme der Neuzulassungen um 0,3 Prozentpunkte erwartet wird. Dies würde den Anteil der Batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) auf 17,2 Prozent des gesamten PKW-Marktes anheben und entspricht rund 2,07 Millionen Fahrzeugen.

In Deutschland, dem bislang führenden Land für Elektroauto-Verkäufe in der Region, könnten die eliminierten staatlichen Kaufanreize zu einem Rückgang von etwa 14 Prozent bei den Neuregistrierungen führen. Mit 451.000 E-Auto-Neuzulassungen im Jahr 2023 zeigt sich bereits ein Vorzieheffekt durch die Abschaffung von Subventionen. Die Beachtung findet erst ab den Jahren 2025 oder 2026 wieder statt, zeitgleich mit Auslauf und Erneuerung von Leasing-Verträgen.

Steuerliche Änderungen in Deutschland:

  • Für privat genutzte Dienst-Elektrofahrzeuge bis 70.000 Euro wird jetzt ein niedrigerer Steuersatz von 0,25 Prozent auf den geldwerten Vorteil angewendet.
  • Teurere E-Fahrzeuge unterliegen einem reduzierten Satz von 0,5 Prozent.
  • Die Änderungen gelten nur für Fahrzeuge, die nach dem 31. Dezember 2023 erworben wurden.

Im Hinblick auf Schweden, das die Kaufsubventionen bereits am Ende des Jahres 2022 auslaufen ließ, kam es zu einem kurzzeitigen Anstieg der Zulassungen im Jahr 2023. Für 2024 prognostiziert man jedoch einen Rückgang der Neuanmeldungen um ein Viertel.

Norwegen erfährt eine Marktstagnation und einen Rückgang der E-Auto-Zulassungen um 24,3 Prozent. Die Wiedereinführung der Mehrwertsteuer auf hochwertige Elektrofahrzeuge wird hier zum Wachstumshemmnis.

Das Vereinigte Königreich könnte mit einer neuen Regelung, die verlangt, dass 22 Prozent der Neufahrzeuge emissionsfrei sein müssen, die Zahl der Elektroautozulassungen um 40 Prozent steigern. Diese Regelung dürfte als Anreiz für Preisreduktionen seitens der Hersteller dienen.

Weiteres Wachstum in Europa:

  • Frankreich: Fortsetzung der Förderung durch einen Bargeldzuschuss von 4000 Euro für neue Elektroautos unter 40.000 Euro, was einem deutlichen Wachstum Vorschub leistet.
  • Belgien: Erwartung eines Anstiegs der Zulassungen um 50 Prozent, durch eine starke Nachfrage seitens der Unternehmen.

Analysten sind der Auffassung, dass nach dem Erreichen der Zwei-Millionen-Marke in 2024, der Aufwärtstrend weiter voranschreitet. Für das Jahr 2026 wird erwartet, dass mehr als ein Viertel der Neufahrzeuge elektrisch sein werden und im Jahr 2029 circa 44 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen. Diese Entwicklung könnte bis 2030 zu einem Anteil von 60 Prozent ansteigen und somit 8,4 Millionen neue E-Autos auf den europäischen Straßen führen.

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