Aus diesem Grund wird 2024 ein schlechtes Jahr für E-Autos

Teslas Wettbewerb mit chinesischen Herstellern

Tesla sieht sich angesichts nachlassender Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gezwungen, weltweit über zehn Prozent seiner Belegschaft zu reduzieren. Wie stark Teslas europäisches Werk in Grünheide von den Einschnitten betroffen ist, bleibt ungewiss. Die Konkurrenz, besonders aus China, übt durch aggressive Preisgestaltung Druck aus. Tesla hat zudem im ersten Quartal weniger Elektrofahrzeuge ausgeliefert als erwartet, eine Entwicklung, die auch durch den Wegfall von Kaufanreizen für Elektroautos in Deutschland beeinflusst wurde.

Kein langanhaltender Abschwung für Elektrische Fahrzeuge

Die Gepflogenheiten amerikanischer Unternehmen wie Tesla, in Krisenzeiten rasch Belegschaft abzubauen, werden auch in der Automobilbranche sichtbar. Doch ein dauerhafter Niedergang der Elektromobilität wird nicht erwartet. Insbesondere für 2024 wird ein vorübergehender Rückgang angenommen, allerdings könnten strengere Emissionsvorschriften ab 2025 zu einem Wiederaufschwung führen.

Forderung nach verlässlicher Politik für Elektromobilität

Hersteller von Elektrofahrzeugen benötigen verlässliche Rahmenbedingungen ohne politische Volatilität. Plötzliche Änderungen in der Förderpolitik schaffen Verunsicherung bei den Verbrauchern. Die Notwendigkeit von Kaufanreizen wird jedoch in Frage gestellt, da Automobilhersteller in den letzten Jahren hohe Gewinne erzielten. Gleichzeitig wiesen Top-Automobilkonzerne im Vorjahr Umsatz- und Gewinnrekorde auf, während Tesla einen deutlichen Einbruch bei seiner operativen Gewinnmarge verbuchte.

Bundespolitik beeinflusst Nachfragerückgang von Elektroautos

Die Politik in Deutschland und in der EU trägt einen Teil der Verantwortung für den Rückgang im E-Auto-Markt. Die beendete Umweltprämie und eine fehlende klare Richtung in der Elektromobilitätspolitik belasten die Branche. Tesla muss nun mit erhöhten Kapazitäten und hohen Investitionen in automatisierte Produktionsanlagen umgehen, wobei ein „Umschwenken“ auf Verbrennerfahrzeuge nicht möglich ist. Ausbaupläne für das Werk Grünheide könnten unter diesen Umständen aufgeschoben werden.

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