Dieser chinesische E-Autohersteller stellt Verkauf in China ein

Schwaches Geschäft auch in Europa

Der Autohersteller Aiways hat bekannt gegeben, dass er den Verkauf seiner Elektrofahrzeuge in China einstellen wird, um sich stärker auf den europäischen Markt zu konzentrieren. Trotz dieses Plans gestaltet sich das Geschäft in Europa ebenfalls herausfordernd.

Die Verkaufszahlen in Europa sind besorgniserregend. Im April 2024 konnte Aiways in Deutschland nur zwei Fahrzeuge verkaufen, während es in den Niederlanden wenigstens 86 waren. Die europäischen Gesamtabverkäufe im Jahr 2022 beliefen sich auf 1237 Fahrzeuge, was zeigt, dass der Absatz gesteigert werden muss, um langfristig erfolgreich zu sein. Wie dies erreicht werden soll, bleibt unklar.

JahrGesamtverkauf in Europa
20221237
2021996

In Anbetracht des harten Wettbewerbs und des zunehmenden Preisdrucks wirken diese Zahlen wenig vielversprechend. Auch wenn Aiways mehr Fahrzeuge im Ausland als in China verkauft, zeigt sich, dass der Markt entsprechend schwierig ist.

Produktion verbleibt in China

Obwohl Aiways den Vertrieb in China einstellt, sollen die Fahrzeuge weiterhin in ihrem chinesischen Werk in der Provinz Jiangxi produziert und anschließend nach Europa exportiert werden. Das Werk war in der ersten Jahreshälfte 2023 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten geschlossen, doch es befindet sich nun unter neuer Leitung. Dennoch bleibt unklar, ob die Produktion der Modelle Aiways U5 und U6 wieder vollständig aufgenommen wurde.

Es gibt Pläne der Europäischen Union, Strafzölle für chinesische Elektroautos zu erwägen. Sollte dies umgesetzt werden, könnte dies das Geschäft von Aiways erheblich beeinträchtigen und möglicherweise vollständig zum Erliegen bringen.

Die strukturellen Herausforderungen und die ungewisse Zukunft des chinesischen Autobauers machen deutlich, dass eine Fokussierung auf den europäischen Markt als möglicherweise letzten Ausweg betrachtet wird, sehr riskant ist.

Schreibe einen Kommentar