Deutschland sagt Nein: Darum darf der VW ID.6 immer noch nicht verkauft werden

Das Elektro-SUV VW ID.6 wird überwiegend für den chinesischen Markt gefertigt und dort produziert. In Deutschland bleibt der Verkauf untersagt. Dies wurde durch ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg bestätigt, nachdem Volkswagen den Verkauf durch einen Berliner Autohändler gerichtlich gestoppt hatte. Der zuständige Senat hielt die Berufung der Händlerseite zwar für zulässig, jedoch für unbegründet.

Volkswagen hat darauf hingewiesen, dass die ID.-Modelle, die für den chinesischen Markt konzipiert wurden, aufgrund ihrer Hard- und Software-Konfiguration in Europa nicht zugelassen werden können. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass diese Maßnahme dazu dient, Kunden vor unangenehmen Überraschungen oder finanziellen Nachteilen zu schützen.

Mit einer Länge von knapp 4,90 Metern und einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern ist der VW ID.6 ein beachtliches Elektrofahrzeug. Dennoch gibt es für dieses Modell keine Verkaufspläne für Europa. Ein Berliner Händler hatte 2022 insgesamt 22 Fahrzeuge importiert und bot diese für je 39.000 Euro an. Als Volkswagen davon erfuhr, wurde der Verkauf unterbunden und die Fahrzeuge beschlagnahmt.

Der Rechtsstreit ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Das Hauptsacheverfahren wird weiterhin am Landgericht Hamburg verhandelt, ein Verhandlungstermin steht jedoch noch aus. In der Zwischenzeit hat sich der Händler nicht öffentlich zu dem Streit geäußert.

Das Fachmedium Automobilwoche hat berichtet, dass Volkswagen die einstweilige Verfügung gegen den Händler bestätigte. Diese Entscheidung zeigt, dass Volkswagen strikt gegen den unerlaubten Import und Verkauf ihrer Fahrzeuge aus China vorgeht.

Der Berliner Händler beschwerte sich darüber, dass Volkswagen ohne Vorwarnung und ohne vorherigen Kontakt handelte. Zusammengefasst bleibt der Verkauf des VW ID.6 in Deutschland problematisch, solange die Zulassungsprobleme und der Rechtsstreit ungelöst sind.

Schreibe einen Kommentar