BYD verkauft Autos mit Schimmelbefall an Kunden

Der chinesische Autobauer BYD hat ehrgeizige Pläne für den deutschen Markt, trotz der aktuell verhaltenen Nachfrage nach seinen Elektrofahrzeugen. Neuwagenkäufer sollten besonders aufmerksam sein, da Berichte aufgetaucht sind, die über potenzielle Mängel wie Schimmelbefall, Korrosion und Batterieprobleme bei stehenden Fahrzeugflotten im Hafen warnen.

BYD, kurz für „Build Your Dreams“, hat es geschafft, auf dem boomenden Markt der Elektrofahrzeuge bedeutende Verkaufszahlen zu erzielen und gilt als einer der großen Rivalen des amerikanischen Herstellers Tesla. Als einer der etabliertesten chinesischen Automarken und zugleich bedeutender Technologiekonzern repräsentiert BYD einen wichtigen Teil der dynamischen Automobilindustrie Chinas.

Schwieriger Einstieg für BYD auf dem deutschen Markt

BYD, eine chinesische Automarke, hatte eine geringere Nachfrage nach ihren Elektroautos in Deutschland erlebt als erwartet. Von Januar bis April 2024 wurden nur 576 Fahrzeuge zugelassen, obwohl mehrere tausend Autos bereits auf Transportschiffen angeliefert wurden. Diese Fahrzeuge verbleiben nun, oft neben anderen importierten Autos, unverkauft in den Häfen.

Obwohl BYD umfangreiche staatliche Subventionen erhält, könnte die Ansammlung unverkaufter Autos langfristig Image und Verkaufszahlen beeinflussen. Darüber hinaus sollten Käufer, insbesondere von importierten Fahrzeugen, besondere Vorsicht walten lassen und auf mögliche Schäden achten, die durch längere Standzeiten entstehen können.

Berichte über Schimmelbefall in BYD-Autos

Insiderinformationen zufolge traten bei einem Teil der für den europäischen Markt bestimmten Autos von BYD Schimmelprobleme auf. Der Autohersteller gab bekannt, diese Herausforderung behoben zu haben. In Europa entdeckte man im Dezember 2023 bei einer kleinen Anzahl von Fahrzeugen Schimmelspuren. BYD hat alle beeinträchtigten Modelle einer umfänglichen Überprüfung und einer Ozonreinigung unterziehen lassen. Diese fortschrittliche Methode nutzt Ozon, welches in den Innenraum der Autos eingeleitet wird, um Schimmelsporen zu entfernen und die Fahrzeuge zu desinfizieren. Laut Herstellerangaben sind die nachfolgenden Lieferungen von diesem Problem nicht betroffen.

Erkennung von Mängeln

Beim Kauf eines Elektrofahrzeugs sollte man auf Korrosionsschäden insbesondere am Unterboden und an den Seitenstreben achten. Aluminium und Magnesium, die oft in ihren Konstruktionen verwendet werden, neigen dazu, bei Kontakt mit Feuchtigkeit schneller zu oxidieren. Ein einwandfreier Unterboden, frei von Durchfeuchtung und Rost, ist essentiell.

Dem Zustand der Batterie sollte ebenfalls Beachtung geschenkt werden. Ein umfassender Batterietest kann entweder durch den Einsatz eines Diagnosegeräts, das die Energiezelle von vollgeladen bis nahezu leer misst, oder durch eine Überprüfung in einer Fachwerkstatt erfolgen. Die Resultate sollten mit den Spezifikationen des Herstellers abgeglichen werden.

Eine Inspektion auf Schimmelbefall in Innenräumen ist ebenso wichtig. Anzeichen hierfür können beschlagene Scheiben, feuchte Autositze oder ein unangenehmer Geruch sein. Besonders sollte man darauf achten, ob nach dem Einschalten der Klimaanlage ein muffiger Geruch entsteht, der auf Schimmel in der Anlage hindeuten kann.

Qualitätsprobleme bei fabrikneuen Fahrzeugen

Beim Kauf eines Neuwagens könnten Käufer auf bestimmte Qualitätsmängel stoßen. Ein wichtiger Aspekt bei Elektrofahrzeugen ist die Batterieleistung. Wenn Elektroautos längere Zeit ohne Nutzung und ohne adäquates Batteriemanagement stehen, könnte es zu einem Verlust der Batteriekapazität kommen. Dies ist besonders kritisch, da die Reichweite ein entscheidender Wertfaktor für Elektrofahrzeuge ist. Eine Batterie, die erheblich weniger Reichweite bietet als vom Hersteller angegeben – ein Richtwert ist mehr als 10 Prozent Abweichung -, gilt als wesentlicher Mangel.

Abgesehen von Batterieproblemen sind hier weitere Mängel aufgelistet, die Käufer beachten sollten:

  • Feuchtigkeitsbedingter Schimmel: Feuchtes Klima und unzureichende Belüftung während der Lagerung können Schimmelbildung in organischen Materialien wie Holz oder Leder fördern. Obwohl eine gründliche Reinigung sichtbare Spuren beseitigen kann, bleibt das Risiko, dass zum Beispiel Schimmel im Teppichboden oder in der Klimaanlage unentdeckt bleibt. Ein solcher Mangel kann erheblich sein und berechtigt zum Rücktritt vom Kaufvertrag oder zur Anforderung eines Ersatzes.

  • Korrosionsschäden: Rostbildung ist ein weiterer ernsthafter Mangel, insbesondere wenn Fahrzeuge längere Zeit salzhaltiger Seeluft ausgesetzt sind. Korrosion neigt dazu, sich im Laufe der Zeit auszubreiten, was den Käufer berechtigen kann, vom Kaufvertrag zurückzutreten oder einen Ersatz zu fordern.

Käufer sollten diese möglichen Mängel gründlich überprüfen und gegebenenfalls Ansprüche geltend machen, um ihre Rechte zu wahren. Eine entsprechende Kontrolle und Dokumentation solcher Defekte ist für eine erfolgreiche Reklamation unerlässlich.

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