BMW-Chef hält das Ende des Verbrenners für „naiv“

Oliver Zipse, der Vorstandsvorsitzende von BMW, äußert sich kritisch über den EU-Beschluss, ab dem Jahr 2035 Verbrennungsmotoren zu verbieten. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hebt er hervor, dass eine solche Regulierung negative Auswirkungen auf den Wettbewerb, die ökologische Bilanz und die Arbeitsplatzsicherheit haben könnte. Er warnt vor schwerwiegenden Konsequenzen für die automobilindustrielle Basis Europas, sollten die Regelungen unverändert bleiben. Laut Zipse könnte sich die Wertschöpfung der Branche halbieren, was gravierende Folgen für die Beschäftigung nach sich ziehen würde.

Unter Berücksichtigung des aktuellen Bestandes von über 250 Millionen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor allein in Europa, betont Zipse die Notwendigkeit, auch bestehende Fahrzeuge klimafreundlicher zu gestalten. Er spricht sich dafür aus, Bestandsfahrzeuge auf alternative Treibstoffe wie E-Fuels umzustellen. Er merkt an, dass die Fokussierung auf den Neuwagenmarkt alleine nicht ausreichend sei, da der Bestand älterer Fahrzeuge bisher kaum von neuen Regulierungen betroffen ist. Des Weiteren thematisiert er die Problematik des internationalen Wettbewerbs und den technologischen Vorsprung chinesischer Automobilhersteller im Batteriesektor, sowie die Frage der Handelsbeziehungen und Zölle.

BMWs Überzeugung: Die Zukunft gehört der E-Mobilität, aber nicht nur

BMW erkennt die Wichtigkeit elektrischer Fahrzeuge für die Zukunft an, bleibt jedoch kritisch gegenüber einer einseitigen Fokussierung auf diese Technologie. Die Münchener Autobauer planen, ab dem Jahr 2026 eine innovative Plattform namens „Neue Klasse“ zu etablieren. Auf dieser Plattform sollen innerhalb von zwei Jahren sechs neue Elektromodelle auf den Markt gebracht werden. Die Strategie von BMW zeigt eine klare Bereitschaft, die Elektromobilität voranzutreiben, ohne andere potenzielle Technologien außer Acht zu lassen.

  • Zukunftspläne: Ab 2026 Einführung der „Neuen Klasse“
  • Modellausweitung: Sechs Elektromodelle innerhalb von zwei Jahren
  • Strategische Ausrichtung: Pro E-Mobilität mit breiterem Technologieansatz

BMW sieht die einseitige Fokussierung auf E-Mobilität bei anderen Herstellern als Taktfehler und strebt nach einem ausgewogenen Technologie-Mix.

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