Schockierende Analyse: So stark gefährdet die Verbrenner-Lobby die Klimaziele

Ein neuer Bericht einer Denkfabrik hat aufgedeckt, dass die negativen Lobbyaktivitäten der größten Automobilhersteller weltweit die Erreichung der globalen Klimaziele gefährden. Diese einflussreichen Unternehmen stehen im Verdacht, den Wechsel zu Elektrofahrzeugen zu behindern und politische Ambitionen zu untergraben, die auf eine umweltfreundlichere Zukunft abzielen.

Die Untersuchung umfasste fünfzehn führende globale Autohersteller und analysierte ihr Verhalten in sieben Schlüsselregionen, darunter die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und Australien. Es zeigte sich, dass der industrielle Druck in Ländern mit kürzlich verabschiedeten wichtigen Klimaschutzgesetzen die politischen Ambitionen zum Schutz der Umwelt verringert hat. Bis auf wenige Ausnahmen, wie den Elektroautobauer Tesla, haben sich alle Hersteller gegen Förderpolitiken für Elektrofahrzeuge ausgesprochen, wobei zehn von ihnen ein besonders hohes Maß an Gegenwehr an den Tag legten.

Kritische Bewertung von Toyota

Toyota zeigt sich als das Unternehmen mit der geringsten Leistung in der aktuellen Analyse, indem es sich in bedeutenden Märkten wie den USA, Australien und Großbritannien gegen Initiativen zur Förderung von elektrischen Fahrzeugen positioniert. Im Vergleich zu anderen Automobilherstellern hat ausschließlich Tesla (Bewertung B) eine Klimastrategie vorgelegt, die auf wissenschaftlichen Empfehlungen basiert.

Die Untersuchung beleuchtet den Einsatz der Automobilindustrieverbände durch ihre Mitgliedsunternehmen, um fortschrittliche Klimaschutzgesetze weltweit nachdrücklich zu unterbinden. Mit Ausnahme von Tesla gehören alle betrachteten Automobilhersteller mindestens zwei solchen Verbänden an, viele sogar fünf oder mehr.

Von den fünfzehn beleuchteten Automobilherstellern werden laut der Analyse nur Tesla, Mercedes-Benz und BMW bis 2030 voraussichtlich ausreichend Elektroautos herstellen, um den von der Internationalen Energieagentur festgelegten 1,5-°C-Weg zu unterstützen. Dieser erfordert einen Anteil von 66 Prozent an Elektrofahrzeugen. Eine im Februar 2024 durchgeführte unabhängige Analyse durch InfluenceMap auf Basis von Industriestandarddaten verdeutlicht dies.

Branchenprognosen deuten darauf hin, dass die Automobilindustrie im Jahr 2030 lediglich einen Anteil von etwa 53 Prozent Elektrofahrzeugen erreichen wird. Laut InfluenceMap entwickelt sich die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs nicht annähernd so schnell wie in anderen Sektoren, obwohl der Verkehr global als drittgrößte Quelle von Treibhausgasemissionen gilt.

Japanische Autohersteller und die Herausforderung der E-Mobilität

Japanische Fahrzeugproduzenten zeigen sich im Umstieg auf elektrische Mobilität am wenigsten engagiert und setzen sich sogar aktiv gegen diese Entwicklung ein. Innerhalb dieser Gruppe fallen insbesondere die Unternehmen Toyota, Suzuki und Mazda auf, die allesamt für eine Anpassung der Klimapolitik eintreten, die Benziner und Hybride bevorzugt. Diese Marken prognostizieren bis 2030 den geringsten Anteil in der Fertigung von Elektrofahrzeugen: Suzuki mit lediglich 10 %, gefolgt von Honda mit 24 %, Toyota mit 29 % und Mazda mit 30 %.

Weiterhin beobachtet man eine Zunahme in der Produktion massiverer PKWs wie SUVs und Leicht-LKWs, was auf 64 % des Weltmarktanteils bis 2030 anwachsen könnte – ein Anstieg von 57 % seit 2020. Diese Tendenz birgt Risiken für die globalen Klimaziele, denn die bevorzugte Produktion solch großer Fahrzeuge kämpft direkt gegen eine emissionsärmere Zukunft. Berücksichtigt man, dass SUVs allein ein Drittel des globalen Ölbedarfszuwachses von 2021 auf 2022 ausgemacht haben, bestätigt dies die drängende Notwendigkeit für eine andere strategische Ausrichtung in der Automobilbranche.

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