Die neue Realität für E-Auto-Fahrer: Laden beim Einkaufen wird teurer

In Deutschland wandelt sich die Praxis des Ladens von Elektrofahrzeugen. Während früher Elektroauto-Besitzer die Gelegenheit hatten, ihre Fahrzeuge kostenlos während des Einkaufens aufzuladen, neigt sich dieser Kundenservice seinem Ende zu. Studien des EHI Handelsforschungsinstituts in Köln zeigen, dass aktuell kaum noch Einzelhändler diesen Service kostenfrei anbieten.

Diese Veränderung markiert einen deutlichen Wandel im Vergleich zu früheren Jahren. 2021 konnten Elektroauto-Besitzer noch von einer weitverbreiteten Kostenübernahme für den Ladevorgang durch Handelsketten profitieren. Nun jedoch stellen 76 Prozent der Geschäfte in Deutschland das Aufladen der Elektrofahrzeuge in Rechnung, was einen signifikanten Umschwung in der Handelslandschaft darstellt.

Ladestationen auf Handelsparkplätzen: Marktentwicklung und regulatorische Änderungen

Cathrin Klitzsch, eine Energieexpertin, hebt hervor, dass sich seit 2019 die Landschaft der Ladeinfrastruktur merklich gewandelt hat. Die Energiepreise sind angestiegen und die Nachfrage nach Lademöglichkeiten hat zugenommen, was zu höheren Kosten für Händler und Kunden führt. Aktuell bieten einige Händler noch Strom zu reduzierten Preisen an.

  • Verbreitung von Ladestationen: Etwa 10% der Händler hatten im Jahr 2024 Ladeoptionen zu vergünstigten Preisen im Angebot.
  • Installationsrate: Bis Februar 2024 hatten 75% der Händler Ladestationen eingerichtet, und weitere 13% planen, sie in der nahen Zukunft zu installieren.

Neue gesetzliche Bestimmungen fördern die Installation von Ladestationen:

  • Bei Neubau oder Umbau sind Einzelhändler ab einer bestimmten Anzahl von Parkplätzen nun verpflichtet, Lademöglichkeiten bereitzustellen.
  • Diese Vorschrift wird 2025 auch für bestehende Gebäude mit mehr als 20 Parkplätzen gültig.

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