Kunde entscheidet, nicht Hersteller: Mercedes ändert E-Auto-Pläne

Mercedes ändert elektrische Strategie

Mercedes passt seine Strategie an, um den Kundenerwartungen gerecht zu werden. Anstatt ab 2030 nur noch Elektrofahrzeuge zu verkaufen, setzt Mercedes nun auf eine Mischung. Bis Ende des Jahrzehnts sollen 50 Prozent der Verkäufe aus Plug-in-Hybriden und reinen Elektrofahrzeugen bestehen. Die Kunden benötigen mehr Zeit, um sich an die neuen Technologien anzupassen. Daher wurde die geplante elektrische Plattform MB.EA vorerst zurückgestellt, um flexibel auf die Nachfrage reagieren zu können.

Audi hat ebenfalls seine Pläne überarbeitet. Ab 2026 sollen die letzten neuen Verbrennermodelle eingeführt werden. Diese könnten noch ein Facelift erhalten. Ab 2033 plant Audi in Europa und den USA keine Verbrenner mehr zu verkaufen. Langfristig soll die gesamte Modellpalette elektrisch sein. Doch das Tempo gibt der Markt vor.

BMW gegen festes Datum für Verbrenner-Verbot

BMW setzt auf Flexibilität in seiner Strategie. Die neue Plattform „Neue Klasse“ wird ab 2025 ausschließlich elektrische Modelle umfassen. Gleichzeitig wird BMW weiterhin Verbrennermodelle produzieren, die sich im Design und in der Technologie der Neuen Klasse angleichen. BMW-Chef Oliver Zipse lehnt ein festes Datum für das Ende von Verbrennungsmotoren ab und betont die Notwendigkeit einer flexiblen Transformation zur Elektromobilität. Dies sei notwendig, um den Marktbedingungen und Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Skoda verfolgt eine ähnliche Linie und plant, Verbrennermodelle im Angebot zu behalten, solange die Kunden danach verlangen. Auch nach dem EU-weiten Verbrennerverbot im Jahr 2035 sollen Modelle mit Diesel- und Benzinmotoren außerhalb der EU angeboten werden. Die Entscheidungen der Automobilhersteller richten sich eindeutig nach den Wünschen ihrer Kunden.

Die Automobilindustrie steht vor großen Veränderungen, doch eines bleibt klar: Die Kundenbedürfnisse spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Mobilität.

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